Edelrid

Signaletik und Wandbespielungen

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Von der Firma Edelrid, einer Herstellerin von Kletterseilen und Bergsportequipment, wurden wir mit der Entwicklung von Signaleltik und Wandgestaltungen für ihr neues Firmengebäude betraut. Neben Funktionalität wollten wir Lebendigkeit, Authentizität und auch persönliche Aspekte der MitarbeiterInnen in die neuen Räume bringen—ganz der Philosophie und Arbeitsatmosphäre von Edelrid entsprechend.

Unsere Designlösung umfasst drei Komponenten: den dreidimensionalen Font „Sektor E“ für Beschriftungen, eine partizipative Wandbespielung mit „MitarbeiterInnenstorys“, sowie prägnante Stockwerkübersichten auf großen Betonwänden.

S E K T O R— E— F O N T
Der Klettersport fordert mitunter eine extreme Auseinandersetzung mit dem Berg—das Bezwingen der Wand zum Erreichen des Grats oder Gipfels. Wir hatten die Ambition, für Beschriftungszwecke einen Font zu entwickeln, dem das Wesen des Berges immanent ist: dreidimensionale Buchstaben, die durch den Grat definiert werden—durchgängig linear und sowohl zwei- als auch dreidimensional einsetzbar. Nach wochenlangem Zeichnen, Tüfteln, Recherchieren und Korrigieren fanden wir in der Schreinerei Ohlinger eine Partnerin, die Blut leckte an diesem Projekt—und gemeinsam mit uns an Einzeltypen feilte, neue Produktionsmethoden erprobte, Prototypen erstellte usw. Belohnt wurden wir mit rund 300 Holzbuchstaben—jeder einzelne von Hand bis ins Detail nachgearbeitet. Zum Einsatz kamen jene u. a. für die Kennzeichnung der elf Konferenzräume, denen wir poetische, auf Gebirge verweisende Namen gaben wie Euphorie Eck, Jubeljoch, Stille Kuppe oder Kreativgipfel. Vertikal gesetzt nehmen die Begriffe Bezug auf die Bewegungsrichtung beim Klettern.

M I T A R B E I T E R S T O R I E S
Um dem architektonisch schlichten, geradlinigen Bürogebäude eine spielerische Ebene hinzuzufügen und den—in der Mehrzahl kletterbegeisterten—MitarbeiterInnen die Identifikation mit der neuen Umgebung zu erleichtern, holten wir jene für die Wandgestaltung in Sozial- und Kommunikationszonen ins Boot. Mittels eines Interviewbogens erfragten wir Lieblingsklettergebiete und baten um die Schilderung von persönlichen Klettererfahrungen und der jeweiligen Motivation für das Klettern. Zusätzlich bekamen wir private Schnappschüsse der Personen auf den beschriebenen Touren. Aus den gesammelten Informationen generierten wir 13 MitarbeiterInnenstorys bestehend aus Fotos, Zitaten und einer Zeichnung des Berges mit kurzem Steckbrief. Die sehr persönlichen Geschichten werden mit Haken und Klammern an Kletterseile gehängt, die wie straff gespannte Wäscheleinen an den Wänden montiert wurden. Sie können nach Bedarf und Belieben ergänzt, aktualisiert und—ausdrücklich erwünscht—zweckentfremdet werden.

S T O C K W E R K Ü B E R S I C H T
Plakative Stockwerkübersichten auf großen Betonwänden in Foyer und Treppenhäusern ermöglichen BesucherInnen die Orientierung im Gebäude. Hier greifen wir den grafischen Zeichenstil der Berge aus den MitarbeiterInnenstorys auf. Im Hintergrund zieht sich—leicht transparent—der auf Linien und Schraffuren reduzierte Hochgrat über die Wand. Ein aufmontiertes Kletterseil markiert entlang diverser Stationen die Route vom Tal bis zum Gipfel—ergo von der Anmeldung im Erdgeschoss bis zur Geschäftsführung im zweiten Obergeschoss.